Webhosting das (un)bekannte Wesen

Das Internet wächst seit Jahren beständig und mit ihm die Anzahl der Webhoster.
Die Angebote der Webhoster scheinen sich zu überschlagen und keiner hat mehr einen Überblick welchen Webhoster man nun nehmen soll.
Bei dem einen Webhoster ist das Angebot scheinbar unschlagbar günstig. Der andere Webhoster ist bekannt aus Funk und Fernsehen.

Welchen-Webhoster.info hat sich zur Aufgabe gemacht den Dschungel an Webhosting-Angeboten und Webhostern zu durchdringen.

Welchen Webhoster soll ich nehmen?

Um herauszufinden, welchen Webhoster Du wählen solltest, ist es als erstes wichtig, genau zu definieren, was gebraucht wird.
Ist die Website eine private Seite oder ein Webauftritt eurer Firma?
Private Seiten brauchen normalerweise weniger Webspace und an die Performance werden nicht die höchsten Ansprüche gestellt. Für welchen Webhoster Ihr euch entscheidet, dafür ist in der Regel der Preis ausschlaggebend.

An den Webspace für eine geschäftliche Website werden ganz andere Anforderungen gestellt.

Der Service und die Performance sind sehr wichtig, auch die Ausfallsicherheit steht ganz oben auf der Liste und der Bedarf an GB kann schon mal ordentlich in die Höhe gehen.
Diese Qualität hat ihren Preis, welchen Webhoster Ihr auch wählt, es sollte auf keinen Fall am falschen Ende gespart werden.

Ein äußerst wichtiger Punkt: Was wird technisch benötigt?

Welchen Webhoster braucht Ihr z. B. für eine reine HTML-Seite. Sollen Scripte mit eingebunden werden oder benötigt Ihr eine oder sogar mehrere Datenbanken? Soll ein bestimmtes CMS-System unterstützt werden oder verschiedene Sprachen, wie z. B. PHP?
Wenn Ihr einen Apache, MySQL, PHP und generell Open-Source Lösungen bevorzugt, so seid Ihr im LAMP-Bereich richtig.
Die andere Richtung führt zur Programmiersprache ASP und den Microsoft-Datenbanken. In diesem Bereich gibt es mehr kommerzielle Software und weniger Open-Source.

Aber aufpassen!

Viele Webhoster locken mit tollen Angeboten, von denen man das Meiste gar nicht braucht. Diese setzen auch auf die Unwissenheit ihrer Kunden und spekulieren darauf, dass vorsichtshalber gleich das ultimative Premiumpaket in den Warenkorb wandert, obwohl das in den meisten Fällen völlig unnötig ist. Und am Schluss wird viel Geld gezahlt und ironischer weise fehlt dann doch eine Kleinigkeit, die das günstige Basispaket bei einem anderen Webhoster beinhaltet hätte.
Wenn Ihr eure Bedürfnisse und Anforderungen klar definiert, könnt ihr so etwas vermeiden. Prüft die Angebote der Webhoster genau und vergleicht sie vor allem mit eurer Liste – was muss unbedingt dabei sein, was ist überflüssig und was ist ein „nice to have“.
Dadurch, dass ihr wisst was ihr braucht, kann es euch später nun nicht mehr passieren, dass Ihr euer Projekt wegen einem fehlenden Feature gar nicht erst verwirklichen könnt oder euer Budget sprengt, weil Ihr ein viel zu großes Paket eingekauft habt.

Noch ein Tipp:

Kundenbewertungen zu den verschiedenen Webhostern lassen sich überall im Netz finden, so könnt Ihr besser abschätzen, ob der Service der einzelnen Webhoster auch tatsächlich euren Erwartungen gerecht wird und für welchen Webhoster Ihr euch letztendlich entscheiden solltet.

Günstige Webhoster

Die günstigsten Webhoster sind natürlich die, die gar nichts kosten. Diese Webhoster finanzieren den kostenlosen Webspace über Werbung, die Du nicht wegschalten kannst. Für Webmaster-Neulinge bieten diese Webhoster eine gute Möglichkeit, erst einmal in die Materie hinein zu schnuppern und sich mit der Erstellung einer eigenen Homepage vertraut zu machen.
Welchen Webhoster Du auch immer unter die Lupe nimmst, ein kostenpflichtiger aber günstiger Webspace für eine simple HTML-Seite ist meist schnell gefunden. Nur wenn Du später deine Homepage erweitern möchtest, z. B. mit einem kleinen Forum, kann es dann doch schnell sehr viel teurer werden. Diese günstigen Webspace-Pakete sind oft so in ihrem Umfang eingeschränkt, dass sobald es über reines HTML hinaus gehen soll, ein neues größeres Paket angeschafft oder zumindest die fehlenden Features extra dazu gekauft werden müssen.

Für Anfänger gibt es besonders wichtige Kriterien, welchen Webhoster sie bevorzugen sollten.

Für diese Neulinge ist es sehr ratsam bei ihrer Suche nach einem günstigen Webhoster ihr Augenmerk vermehrt auf den angebotenen Service des Webhosters zu richten. Wenn Du dich noch wenig mit dem Thema auskennst, so ist eine Hilfestellung seitens des Webhosters Gold wehrt und erspart schlaflose Nächte. Am besten, und somit wieder ausgesprochen günstig, sind kostenlose Hotlines. Du solltest dich aber unbedingt vorher informieren, bei welchen Webhostern dieser Support auch tatsächlich so funktioniert, wie er sollte. Im World Wide Web findest Du dazu sicher einige Kundenbewertungen über den Webhoster deiner Wahl. Denn was nützt eine kostenlose Telefonnummer, wo entweder ständig besetzt ist oder erst gar keiner ran geht. Ebenso frustrieren E-Mails, die erst nach Tagen beantwortet werden.

Die meisten Webhoster betreiben ein Forum, in dem sich ihre Kunden austauschen und auch Fragen an den Betreiber stellen können. Das ist auf jeden Fall eine tolle Sache – wenn es denn gut besucht ist und dort auf Fragen zeitnah eingegangen wird. Achte darauf, bei welchen Webhostern so ein gut funktionierendes Forum zur Verfügung steht. Dort kannst Du eventuell bereits vorher Tipps finden, welches Webhosting-Paket für dich das Richtige wäre.

Bei welchen Webhostern Du vorsichtig sein solltest:

Diejenigen, deren Forum nicht öffentlich, d. h. ausschließlich für bereits zahlende Kunden, ist und/oder worin keinerlei kritische Stimmen zu lesen sind, erwecken leicht den Eindruck etwas verbergen zu wollen.

Also für welchen Webhoster solltest Du dich nun entscheiden?

Das hängt natürlich von deinen individuellen Anforderungen ab, aber grundsätzlich ist festzuhalten:
Bietet der Webhoster gute Beratung und echten Service, sind die Pakete bei Bedarf unkompliziert und ohne übertriebene Mehrkosten erweiterbar, so hast Du einen guten und günstigen Webhoster gefunden.